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Lustsünden: der Achselhaarfetisch

In der Zeichnung fehlt noch etwas ... vor allem der Duft
Eigentlich ist es kein Fetisch, sondern eine besondere Vorliebe. Manche Männer und sogar einiger Frauen werden total erregt, wenn sie den Duft von Achselhaaren wittern. Ob es dabei um Pheromone geht, mag umstritten sein. Die meisten Männer werden offenbar besonders dann von diesem Duft erregt, wenn die Achseln bei Bewegungen freigelegt werden. Dies soll insbesondere dann der Fall sein, wenn sich dunkle Achselhaare auf heller Haut kräuseln. Das Animalische ist in der Vorstellung vieler Menschen eben auch mit Haaren verbunden, die den Duft bekanntlich halten.

Dies las ich gerade:

Wenn mein Mann meine Achselhöhlen küsst, schmeckt er nicht nur Salz – er schmeckt mich. Er inhaliert den Duft und er wird wild davon. Es ist eine chemische Reaktion, die nicht an Gedanken gebunden ist und die einfach das reine, rohe Verlangen auslöst.

Was ist dran?

Die Auslöser für sexuelle Gelüste sind einfach vorhanden, und unsere Sensoren nehmen sie auf, sobald sie intensiv wahrgenommen werden. Im Allgemeinen müssen die Reize für Augen, Ohren, Nasen und Berührungen aus der Nähe kommen. Falls nicht, reicht es manchmal auch, ein Gedankenmuster freizulegen, das von anderen, nicht so starken Eindrücken ausgeht.

Ob die Botschaften, die von ihnen ausgehen, „angenommen“ werden, hängt allerdings vor allem davon ab, ob sie die entscheidende Schranke passieren: Das Gehirn muss sich „durchlassen“. Dabei gibt es bekanntlich eine Menge Hürden – körperliche, soziale und letztendlich auch ethische.

Manche Männer lechzen nach der verborgenen Haarpracht - andere laufen davon

Nicht alle Männer mögen, wenn Frauen am Körper behaart sind, obwohl die Natur sie mit Fellresten ausgestattet hat. Wenn sie sichtbar werden, sieht ein Teil darin das Animalische, ein anderer Teil rügt das ästhetische Empfinden.

Wollust durch Haare?

Die Damen selbst sehen sich ungern als Objekt der männlichen Wollust. Sie vermeiden daher, das Animalische hervorzuheben – schließlich soll ihr Liebhaber sie im psychologischen Sinn „als Person“ wahrnehmen.

Die letzte Frage zum Thema geht an dich

Und doch bleibt die Frage: Ist eine nackte Achsel (und sicherlich auch ein rasierter Schambereich) anregender oder einer mit gepflegter Behaarung?

Zitat: Unser Autor schwört, das Zitat auf einer Webseite für christliche Ehepaare gelesen zu haben.
Bild: Achselhaare wirken auch optisch. Original: Liebesverlag.de

Das Schreiben über die verbotenen Früchte der Lust

Die verbotenen Früchte der Wollust
Es ist keinesfalls neu, dass die „verbotenen Früchte“ ein belebtes Thema in der erotischen Literatur sind. Die Sachbuchautorin Elisabeth Benedict vermerkt: Wenn es keinen Ehebruch gäbe, müssten Schriftsteller ihn erfinden. Und dies keinesfalls nur für Liebesromane, Sozialdramen oder Kriminalfälle. Denn nur in der Erotik wird der Zwiespalt zwischen der Wollust, sich mit einem fremden Menschen zu vergnügen und der Forderung, es niemals zu tun, zu einer sinnlichen Sensation.

Die Psychologie und die „toxischen“ Eigenschaften

Nachdem die Psychologie in alle Bereiche des Lebens eingedrungen ist, hebt sie den Finger, um zu zeigen, dass es sich vorrangig um ein psychisches Phänomen handelt. Sie etikettiert die flatterhaften, selbstsüchtig-wollüstigen Frauen und Männer als Personen, denen etwas „Toxisches“ anhaftet. Attribute aus ihren Charakter-Baukästen heißen dann Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie, und alle drei zusammen bilden das „schwarze Loch“ – die dunklen Triaden.

In Wahrheit handelt es sich dabei um auseinanderstrebende Gefühle. Einfach ausgedrückt: am, Bestehenden, Üblichen und „Normalem“ festzuhalten und zugleich Genuss an allerlei sexuellen Abenteuern zu finden.

Wenn Paare über ihre Lüste nachdenken

Ich denke, ihr wisst, dass sie nicht alleine für „das Fremdgehen“ gilt. Ein großer Teil der Fragen, die heute gestellt werden, hängt damit zusammen, die erschlaffenden Lüste von Paaren wieder zu erwecken. Heute riskieren Paare sogar, die seltsamen Gelüste in die Beziehungen hereinzuholen und damit erfahrbar zu machen.

Die meisten erotischen Geschichten für Menschen in den „mittleren Jahren“ beginnen deshalb dort, wo das Wohlgefühl des bürgerlichen Anstands aufhört. Ein bisschen bi, eine kleine Triole, eine bedrohliche Peitsche, ein kleiner Bestand an ebenso edlen wir frivolen Dessous, ein Dildo oder ein Plug? (1)

Angeleitet ist nicht erfahren - die Leidenschaft muss hinzukommen

In Frauenzeitschriften lese ich immer wieder, wie Ehefrauen dazu „angeleitet“ werden, dies oder jenes zu verwenden, zu tragen oder zu vollziehen. Doch das regt nicht wirklich an, es zu versuchen. Erst wenn der zündende Funke im Gehirn entsteht und dann mit Leidenschaft aufgeladen wird, entsteht die Illusion.

Ja, du … wenn du dies jetzt liest, was würdest du bevorzugen? Das Bekannte? Das Unbekannte? Das, was dir „erlaubt“ ist oder das, wonach du dich heimlich sehnst?

Ja, und dann ist natürlich noch die Frage, ob dies alles schon eine Sünde ist, wenn du es denkst? Oder ob es dadurch zur Sünde wird, dass du eine fördernde, frivole Rolle annimmst?

Wollt ihr mehr über die Themen wissen, die als besonders frivol gelten?

Dann lest meine Kolumne. Sie bietet euch etwas, was ihr nicht überall bekommt: Spaziergänge im Reich der Sinnlichkeit – als Anregung zum Schreiben oder zum Lesen.

(1) Plug - Allgemein als "Analplug" bekannt.