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Das Schreiben über die verbotenen Früchte der Lust

Die verbotenen Früchte der Wollust
Es ist keinesfalls neu, dass die „verbotenen Früchte“ ein belebtes Thema in der erotischen Literatur sind. Die Sachbuchautorin Elisabeth Benedict vermerkt: Wenn es keinen Ehebruch gäbe, müssten Schriftsteller ihn erfinden. Und dies keinesfalls nur für Liebesromane, Sozialdramen oder Kriminalfälle. Denn nur in der Erotik wird der Zwiespalt zwischen der Wollust, sich mit einem fremden Menschen zu vergnügen und der Forderung, es niemals zu tun, zu einer sinnlichen Sensation.

Die Psychologie und die „toxischen“ Eigenschaften

Nachdem die Psychologie in alle Bereiche des Lebens eingedrungen ist, hebt sie den Finger, um zu zeigen, dass es sich vorrangig um ein psychisches Phänomen handelt. Sie etikettiert die flatterhaften, selbstsüchtig-wollüstigen Frauen und Männer als Personen, denen etwas „Toxisches“ anhaftet. Attribute aus ihren Charakter-Baukästen heißen dann Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie, und alle drei zusammen bilden das „schwarze Loch“ – die dunklen Triaden.

In Wahrheit handelt es sich dabei um auseinanderstrebende Gefühle. Einfach ausgedrückt: am, Bestehenden, Üblichen und „Normalem“ festzuhalten und zugleich Genuss an allerlei sexuellen Abenteuern zu finden.

Wenn Paare über ihre Lüste nachdenken

Ich denke, ihr wisst, dass sie nicht alleine für „das Fremdgehen“ gilt. Ein großer Teil der Fragen, die heute gestellt werden, hängt damit zusammen, die erschlaffenden Lüste von Paaren wieder zu erwecken. Heute riskieren Paare sogar, die seltsamen Gelüste in die Beziehungen hereinzuholen und damit erfahrbar zu machen.

Die meisten erotischen Geschichten für Menschen in den „mittleren Jahren“ beginnen deshalb dort, wo das Wohlgefühl des bürgerlichen Anstands aufhört. Ein bisschen bi, eine kleine Triole, eine bedrohliche Peitsche, ein kleiner Bestand an ebenso edlen wir frivolen Dessous, ein Dildo oder ein Plug? (1)

Angeleitet ist nicht erfahren - die Leidenschaft muss hinzukommen

In Frauenzeitschriften lese ich immer wieder, wie Ehefrauen dazu „angeleitet“ werden, dies oder jenes zu verwenden, zu tragen oder zu vollziehen. Doch das regt nicht wirklich an, es zu versuchen. Erst wenn der zündende Funke im Gehirn entsteht und dann mit Leidenschaft aufgeladen wird, entsteht die Illusion.

Ja, du … wenn du dies jetzt liest, was würdest du bevorzugen? Das Bekannte? Das Unbekannte? Das, was dir „erlaubt“ ist oder das, wonach du dich heimlich sehnst?

Ja, und dann ist natürlich noch die Frage, ob dies alles schon eine Sünde ist, wenn du es denkst? Oder ob es dadurch zur Sünde wird, dass du eine fördernde, frivole Rolle annimmst?

Wollt ihr mehr über die Themen wissen, die als besonders frivol gelten?

Dann lest meine Kolumne. Sie bietet euch etwas, was ihr nicht überall bekommt: Spaziergänge im Reich der Sinnlichkeit – als Anregung zum Schreiben oder zum Lesen.

(1) Plug - Allgemein als "Analplug" bekannt.

Welche Rolle im erotischen Roman fasziniert dich?

Träume von damals: Was wäre, wenn du im 19. Jahrhundert leben würdest?
Wenn du einen erotischen Roman liest, dann identifizierst du dich früher oder später mit einem der Figuren, die darin vorkommen. Oder mit einer Praxis, die du gerne für dich entdecken würdest.

Normalerweise wenden sich solche Romane an Frauen und Männer, die gerne Abenteuer erleben würden, die aber auch Gründe haben, jetzt und hier darauf zu verzichten. Stellvertretend steigt nun die Heldin oder der Held in den Ring. Die Verführerin, der Verführer, der Dominus, die Domina, der Masochist, die Masochistin. Manchmal auch jemand, der sich gar nicht erst festlegen will, sondern der irgendwie und irgendwo in eine kleine, aber immens erregende Affäre hineingerät. Mal mit einer Frau, dann mit einem Mann, vielleicht auch mit einem Paar.

Jetzt räuspere ich mich mal

Ist es für dich wichtig, was geschieht? Oder ist es wichtiger, dass du eine Rolle annehmen kannst, die in dem Roman wirklich vorkommt? Und falls du eine solche Rolle suchst, was macht das mit dir? Würdest du dich als Leser(in) mit jemandem identifizieren können, der sich selbst weder auf das eine noch auf das andere Geschlecht festlegen will? Oder auf jemanden, der auf alle gesellschaftlichen Regeln pfeift und nur durchzusetzen versucht, was ihm (oder ihr) Lust bereitet? Richtige Lust, die sich körperlich erspüren lässt?

Noch ein Räuspern

Vor wenigen Jahren waren manche Frauen in durchaus etwas fortgeschrittenem Alter begeistert davon, eine Geschichte zu lesen, in der sich die Heldin für eine Züchtigung begeisterte. Inzwischen ist das möglicherweise an der einen oder anderen Stelle zu einer frivolen Realität geworden, aber es ist keine Tendenz mehr. Man sagt, Männer wären inzwischen wirklich daran interessiert, sich selber zu unterwerfen oder sich „Körperstrafen“ verabreichen zu lassen. Gelegentlich muss das langhalsige Federvieh dazu herhalten, dem Ganter des zu gönnen, was sonst nur der Gans vorbehalten ist. Und wenn wir gerade bei den Geschlechter-Präferenzen sind: Würdest du mit verbundenen Augen erkennen, wer deinen Körper (wo auch immer) berührt?

Eigentlich müsste ich noch fragen: „Was wäre eigentlich, wenn…?“

Doch das frage ich lieber gar nicht. Ich fürchte, es könnte dich beunruhigen.

Noch ein Nachsatz: Niemand muss erotische Romane lesen. Also könnte es sein, dass dich dieser Artikel gar nichts angeht.

Bild: Standbild aus einem Film über ein frivoles Werk der viktorianische Erotik.

Lob des Handjobs

Damals auf der Couch ... erinnerst du dich?
Die Lust, die du deinem (oder irgendeinem) Mann mit einem sinnlichen Handverkehr schenken kannst, wird fast immer unterschätzt. Das mag daran liegen, dass du oder auch dein Partner „damals“ zu schnell zu anderen Methoden übergegangen bist, die Männer angeblich bevorzugen. Feuchte Lippen, warme Mundhöhlen oder eben das „volle Programm“.

Und deine Hände? Deine Finger? Das sanfte Streicheln, der beherzte Griff, die exklusive Massage der intimen männlichen Sensoren?

Nur, was du gerne tust, wird auch zum Genuss

Das wichtigste zuerst: Alles, was du an einem Mann tun willst, wird lustvoller, wenn du selber Freude daran hast. Und auch der Mann fühlt sich wohler, wenn du eine Frau bist, die sich ein bisschen „mit so etwas“ auskennt.

Wenn du vermutest, dass er seine ganze lustvolle Energie aus seinem Penis herausholt, liegst du falsch. In Wahrheit läuft dabei ein Mechanismus ab, bei dem der Penis nur zeigt, wie weit die Begierde schon gediehen ist. Die Reibung unterstützt den Weg zum Ziel: die Ejakulation. Doch wann die Reibung groß genug ist und somit die Schleusen für den Samenfluss geöffnet werden können, entscheidet der Körper in Eigenregie.

Deine Hand und sein Körper

Ach ja – Männer haben durchaus mehrere „erogene Zonen“. Dazu gehören beispielsweise die Hodensäcke, der Damm, die Rosette und nicht zuletzt die Prostata, die unglaublich sensibel reagiert, wenn du sie berührst.

Und was für doch noch wichtig sein könnte – deine Hand ist mehr als eine Umklammerung. Du kannst die Innenfläche nutzen, um deinen Mann sanft zu stimulieren, aber auch einen oder mehrere Finger. Mit ihnen kannst du eine feste Umklammerung erreichen oder eine Art beweglichen Schlauch simulieren. Soweit dein „Handwerkzeug“. Hinzu kommen noch Gleitmittel, manchmal auch Reizstoffe und dann wieder ein altmodischer Vibrator. Gelobt sei, was wirkt.

In der Ehe ist es einfacher

Wenn du mit dem Mann verheiratet bist oder ihr eine gemeinsame Wohnung hat, kannst du ihn durch die Jeans, durch die Unterhosen oder natürlich „ganz unten ohne“ beglücken. Und du hast den Vorteil, dass du ein langes Vorspiel, mehrere spannende Akte und ein sehr intimes Nachspiel in den Handjob integrieren kannst.

Was trägt die Dame zum Handjob?

Eine Freundin sagte mir mal, dass die Kleidung beim „Handspiel“ eine entscheidende Rolle einnimmt. Schon die Hand selbst kann nackt sein, aber auch von einem Leder- oder Gummihandschuh umhüllt sein. Die Gefühle sind bei unterschiedlichen Hauttypen oder Handschuhmaterialien durchaus unterschiedlich. Das klingt plausibel.

Manche Männer lieben es, den Hand Job mit verbundenen Augen zu genießen. Die meisten wollen dich aber sehen - entweder in strenger Leder- oder Latexkleidung oder aber in sanft-sinnlichen Dessous. Je nachdem, wie lange eure Beziehung schon andauert, kann es auch aufreizend sein, noch einmal die Kleidung „von damals“ zu tragen.

Zeit zu haben, verlängert die Lust

Nachdem dies alles gesagt ist, fehlt etwas sehr Wichtiges: Lass dir Zeit. Versuche nicht einfach, ihn irgendwie zur Ejakulation zu bringen, sondern gehe es langsam an. Verzögere alles ein bisschen, wenn du kannst, oder frustriere ihn ein klein wenig, bevor du wiederbeginnst, ihn zu reizen. Wenn du das beherrscht, wird „er“ immer wieder darum bitte: Mach’s noch einmal, Samira (oder wie du dich sonst beim Sex nennst).

Und wenn er dann wirklich „abspritzt“?

Denk auch mal darüber nach, was hinterher mit seinem Ejakulat geschehen soll. Für manche Frauen und einige Männer ist dies der aufregendste Teil. Hatte ich deswegen Gummihandschuhe erwähnt? Ja, auch. Und ob du es glaubst oder nicht: Manche Männer sind ganz verrückt darauf, auch beim Handverkehr ein Kondom zu benutzen.

Na schön – ich verplaudere mich so langsam, nicht wahr?

Die meisten meiner Weisheiten habe dieses Mal von einer Amateur-Schriftstellerin erhalten und einer Frau aus dem Kreis der Babyboomer, die noch genau wusste, wie es „damals“ war.

Was offen bleibt

Ist es eine Sünde, die gute alte "Handarbeit" neu zu beleben? Oder ist es eine Bereicherung? Jedenfalls schadet es niemandem, so weit ich weiß.

Das Einhorn und die Beziehung zu dritt - wie geht das?

Einhorn - Wunschbild oder Wunschtraum?
Über Dreier wird viel gemunkelt – und manch einer rümpft die Nase oder denkt zuerst an die Eifersucht, die sozusagen als ständige Begleiterin der Poly-Beziehungen gilt.

Das Spiel zu dritt - von der Berührungsangst zum Lustgewinn

Für die meisten jungen Leute ist ein „Dreier“ nur eine von vielen Spielereien rund um die Sexualität. Das Besondere daran ist vor allem, dass man zwei Personen zugleich „hautnah“ nahekommt. Das muss man mögen, auch wenn nur jeweils einer der beiden als Sexpartner infrage kommt.

Früher oder später legt sich die Berührungsangst – und was dabei herauskommt, hat viele Namen, aber nur einen Zweck: beide Geschlechter näher an sich heranzulassen. Für viele Menschen dürfte nicht klar sein, dass manche Personen zwar eindeutig heterosexuell sind, aber den Kontakt zum eigenen Geschlecht dennoch nicht fürchten. Die älteren Psychologen sagen dazu immer noch „Bisexualität“, aber für Berührungen ist es nicht erforderlich, die Etikettierung zu ändern. Wer es dennoch tun will, der kann sich als „heteroflexibel“ bezeichnen.

Eine stabile Persönlichkeit ist die beste Voraussetzung

Mindestens vier Eigenschaften sind nahezu unerlässlich, wenn eine Frau zum „Einhorn“ werden will. Eine stabile Persönlichkeit zu sein, ein positives Gefühl zum eigenen Körper zu haben, von fremden Körpern erotisch angeregt zu werden und experimentierfreudig zu sein.

Manchmal halten die Kombinationen aus einem verheirateten Paar und dem Einhorn eine begrenzte Zeit, sodass die „Einhörner“ häufiger ihre Beziehungen wechseln als andere Frauen. Behauptet wird, dass die „Einhörner“ dabei im Vorteil sind – denn sie sind sehr begehrt und so selten wie weiße Eichhörnchen.

Fragen und Erwartungen - Einhörner wollen klare Verhältnisse

Dem angeblichen Vorteil widersprechen viele Einhörner deutlich. Denn wenn sie eine neue Beziehung suchen, dann prüfen sie, ob sie für beide Teile des suchenden Paares attraktiv sind. Darüber hinaus erwarten sie Klarheit darüber, was das Paar von einem „Einhorn“ erwartetet. Schließlich gilt die Triole mit einem Einhorn als „Beziehung“.

Vom „Einhorn“ selbst wird erwartet, dass es sich ähnliche Fragen stellt, etwa nach dem Was-wäre-wenn-Gedanken. Also etwa: Wer bin ich für dieses Paar? Welche soziale, psychische oder sexuelle Rolle erwarten sie von mir? Was geschieht, wenn ich mich separat mit der Ehefrau oder dem Ehemann treffe – werde ich dann zu ihrer/seiner Geliebten? Bin ich zur „Treue“ gegenüber beiden verpflichtet?

Auch ungewöhnliche Beziehungen sind mehr als "nur Sex"

Abgesehen davon geht es ja nicht ausschließlich um Sex, sondern auch um eine zwar ungewöhnliche, aber durchaus verpflichtende soziale Bindung mit intensiver Gefühlsbewegung.

„Es geht ja nicht nur um Sex“, sagte mir einmal ein „Einhorn-Frau“, die relativ freizügig über ihre ungewöhnliche Beziehung zu einem Ehepaar sprach. „Es geht auch um Verlässlichkeit und Sicherheit … und manchmal geht es auch um etwas ganz anderes.“

Einhörner selber wissen, dass sie oft nur eine Art „Gastrolle“ in der Beziehung der Ehepaare spielen. Und sie wissen auch, dass dazu eine stabile Persönlichkeit notwendig ist, die sich auf Trennung und Neubeginn einstellen kann. Die Frage, wie man mit solchen wechselnden Beziehungen umgeht, wird selten glaubwürdig beantwortet. Vielleicht ist es einfach der Genuss der Vielfalt, der mehr zählt als eine feste Beziehung.

Immerhin wechseln auch manche „gewöhnliche“ Singlefrauen ihre Partner(innen) in kurzen Abständen. Und auch sie sagen der Fragestellerin nicht, warum sie dies tun.

Was offen bleibt

Triolen, an denen ein festes Paar und eine andere Person teilnehmen, folgen besonderen Regeln, die allerdings nirgendwo festgeschrieben sind. Zumeist werden Paare, die eine Dritte oder einen Dritten suchen, kritisch angesehen.

Hinweis:

Die meisten Aussagen zu "Einhörnern" stammen Aussagen aus Blogs, Foren, sozialen Netzwerken und Magazinen. Der größte Teil wurde völlig neu ermittelt und sorgsam aufbereitet. Sie haben dennoch nur denjenigen Wahrheitsgehalt, den solche öffentlichen Aussagen üblicherweise haben. Es kann völlig andere Meinungen und Erfahrungen geben, die von den hier genannten abweichen.

Die falsche Schuld der Frauen

Scham und Reue - Sinnlos?
Normalerweise ist die Scham ein Zustand, in dem wir eine gewisse Diskrepanz zwischen Ideal und Realität erleben.

Heidemarie Bennent-Vahle (1)

Eine Schuld verlangt nach einer Sühne – und auf diese Weise erleben viele Frauen nicht nur Schuldgefühle, sondern glauben auch, dass sie zur Sühne verpflichtet wären.

Als „Schuldig“ gilt nach vielen ethischen, sozialen und religiösen Auffassungen die Art, in der Frauen eigene sexuelle Begierden entwickeln.

Viele Frauen fragen sich in diesem Moment, ob das „wirklich in Ordnung“ ist, und manche fürchten sogar, dass sie einen „kleinen Dachschaden“ haben. Am schlimmsten aber ist oft die Vorstellung, von der Gesellschaft verachtet zu werden.

Bedürfnisse, Scham und Lust

Das gilt für ledige Frauen ebenso wie für solche, die in Beziehungen oder Ehen leben. Niemand ist bedürfnislos – und in den meisten Menschen schlummern wilde Fantasievorstellungen.

Sowohl die Fantasien wie auch die realistischen erotischen Wünsche werden als „beschämend“ empfunden. Aus dieser Veranlagung entsteht dann das Gefühl „etwas Falsches“ zu denken oder zu empfinden.

Wenn das auch für dich gilt, dann lies einfach weiter.

Scham – das erlernte Gefühl?

Es mag sein, dass die „Scham“ ein natürliches Phänomen ist, wie viele behaupten. Aber es ist ebenso möglich, dass dir und vielen anderen Frauen ein künstliches Schamgefühl „eingepflanzt“ wurde. Wahrscheinlich hattest du keinen Anteil daran – jemand hat dafür gesorgt, dass der natürliche Anteil deines Schamgefühls „umgeleitet“ wurde.

Wie auch immer – aus der Sicht vieler Menschen ist es Scham eine Art „Entschuldigung“ vor der Gesellschaft oder den unmittelbaren betroffenen Menschen. Manche schamhafte Entschuldigung schützt auch vor Strafen und sie lindert das Gefühl, etwas „bereuen“ zu müssen. Zumal dann, wenn du gar keine Reue empfindet.

Deine Grenzen und die Grenzen der Männer

Manchmal wirst du eher auf die auf die Grenzen der Männer stoßen als auf deinen eignen, wenn du deine erotischen Bedürfnisse äußerst. Es könntet sogar sein, dass sie die Moralkeule schwingen und dir sagen, du solltest dich dafür schämen.

Scham, Schuld und Reue? Ist es wirklich nötig, sich solche Gedanken zu machen? Was ist der Sinn? Möglich, dass ihr euch schämt, doch das ändert sich mit der Zeit. Seid ihr schuldig? Solange ihr mit euren Wünschen niemandem schadet, sicher nicht. Und Reue? Was gibt es denn zu bereuen?

Gelöste Konflikte führen oft zu mehr Intimität

Immerhin ist es möglich, bereits mit den eigenen Konflikten zu hadern – das ist insbesondere dann der Fall, wenn du etwas verwirklichen willst, zugleich aber „moralische Bedenken“ hast. Dazu habe ich neulich erfahren, dass es den Menschen guttut, diesen Konflikt offenzulegen – und dadurch eine neue Intimität mit deinem Partner zu begründen.

Wenn du das kannst, dann erübrigt sich jedes weitere Wort.

Was offen bleibt

Dieser Artikel wurde weitgehend unter psychologischen oder philosophischen Aspekten veröffentlicht. Die Frage, wann udn in welcher Form wir uns schämen, bleibt allerdings weiterhin offen. Sagst du uns, wie DU dich schämst?

(1) Zitat aus: Ethik-Heute
Bild: sehpferd_archiv.