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Wie ist das eigentlich mit „einander mögen“?

Die Erwachsenen reden ganz viel von der „Liebe“. Manche von ihnen glauben, sie wüssten ganz genau, was Lieben ist, und schreiben Bücher darüber. Aber was die Liebe wirklich ist, das steht nicht in den Büchern. Forscher haben über 100 Möglichkeiten aufgeschrieben, was sie über die Liebe festgestellt haben, und das, was darin steht, kannst du nicht aussuchen wie Kochrezepte. So viel können wir aber sagen: Liebe ist das Gefühl, einander zu mögen. ....

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Gefühle, das Internet und künstliche Intelligenz – für junge Menschen

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Gefühle und Philosophie für Schüler

Wenn Menschen sogenannte „Grundsatzfragen“ beantworten wollen, können sie die Philosophie verwenden. Sie versuchen zum Beispiel, unser Dasein (unsere Existenz) zu begreifen und die Bedeutung zu ergründen. Weil es mehrere Möglichkeiten gibt, das zu tun, ist die Philosophie nur eine Art, nach dem „Sinn des Lebens“ zu fragen. Gefühle sind dabei eher nebensächlich, weil sie zu alltäglich sind. Deswegen haben Philosophen nur wenig zur Erklärung der Gefühlswelt beigetragen.

Philosophie und Gefühle

Im Grunde eignet sich die Philosophie am besten dazu, Meinungen und Erfahrungen miteinander zu vergleichen – das ist eine Art „Denksport“. Er trainiert also das Gehirn und schärft die Sinne. Mit allem, was bei Gefühlen in uns abläuft, beschäftigt sich die Philosophie kaum. Sie versucht aber, eines unserer Gefühle zu verstehen. Es heißt „Mitgefühl“ oder auch Empathie. Wir benötigen dieses Mitgefühl, um uns in andere Personen „einzufühlen“. Weil das überall bekannt ist, sind Philosophen auch an Ethik interessiert.

Philosophische Texte sind oft schwer zu lesen, weil sie in einer „Gelehrtensprache“ verfasst werden, die kaum jemand versteht. Deshalb mussten wir auch in diesem Text ziemlich viel vereinfachen.

Ergänzung in sehr einfachem Deutsch für Kinder, Jugendliche und Menschen, die nur kurze Texte lesen wollen - Ergänzung zu Kapitel 2 der Online-Reihe "Fühlen ist ein seltsames Gefühl".
Dieser Text wurde in einfachem Deutsch geschrieben. Eine ausführliche Version für Lehrende und Lernende liegt ebenfalls vor.

Gefühle von außen und Gefühle von innen – wie geht das?

Die meisten unserer Gefühle beginnen mit einem „Auslöser“, der von außen kommt. Der klopft dann in unserem Gehirn an und stellt es vor eine Entscheidung: Was soll jetzt damit geschehen? Wenn das Gefühl ziemlich heftig ist oder sogar eine Gefahr bedeutet, dann reagiert dein Gehirn in Millisekunden und sagt dir zum Beispiel: „Lauf weg, da vorne kommt ein bösartiger Hund.“

Wenn dein Gehirn schon oft etwas Ähnliches entschieden hat und erfolgreich war, dann speichert es seine Maßnahmen und entscheidet, was sich am besten bewährt hat. Es kann sein, dass du dann gar nicht mehr merkst, dass es überhaupt reagiert.

Darüber ist viel geforscht worden und wir wissen ziemlich sicher, wie so etwas funktioniert, auch wenn Forscher nicht „in dein Gehirn hineinsehen können“.

Gefühle kommen manchmal "von innen" auf

Gefühle, die von innen kommen, sind schwerer zu erklären. Auch dabei wird unser Gehirn aktiv – aber ohne äußeren Grund. Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Gehirn Informationen speichern kann. Die braucht es eigentlich nur, wenn mal wieder etwas „von außen“ kommt.

Nun ist unser Gehirn aber keine Maschine, die auf einen Knopfdruck etwas Bestimmtes tut. Und das heißt, auch: Es kann in seinen Erinnerungen herumkramen und plötzlich etwas finden. Wir wissen nicht genau, warum das so ist. Jedenfalls spürst du dann ein „Gefühl, das von innen kommt“.

Hat es einen Sinn, wenn Gefühle "von innen kommen"?

Auch die Gefühle, die von innen kommen, haben einen Sinn. Zum Beispiel, wenn du kürzlich ein Erlebnis hattest, mit dem dein Gehirn nicht viel anfangen konnte. Das passiert immer dann, wenn es mit etwas anderem beschäftigt bist. Dann wartet das Gehirn, bis du bereit für eine Lösung bist. Es kann aber auch andere Gründe haben, zum Beispiel, weil es Konflikte gibt. Die bewegen dein Gehirn oft sehr lange.

Je älter du bist, umso mehr muss dein Gehirn Konflikte bearbeiten – und dazu nutzt es mit dir gemeinsam alle Erfahrungen, die in ihm gespeichert sind. Und wenn das gut geht, dann wird die neue Lösung wieder abgespeichert. Solange das funktioniert, musst du dir keine Sorgen machen.

Diese Version unseres Artikels wurde in stark vereinfachtem Deutsch geschrieben. Für alle anderen, die mehr Hintergründe erfahren wollen, steht in Kürze eine erweiterte Version zur Verfügung.

Das Wort „Gefühle“ – seit wann gibt es das?

Das Wort Gefühl, das wir heute alle kennen, hat eine relative kurze Geschichte. Wenn ein Mensch ziemlich „am Boden zerstört“ war, sagte man früher auch „er hat seine Gefühle verloren“ oder „er hat das Gefühl verloren“. Ähnlich wurde es auch für „ganz wilde Triebe“ gebraucht, die aus der menschlichen Natur kommen. Sie sind plötzlich da und sie spielen in der Liebe eine große Rolle.

In einem Lexikon, das um 1900 erschien, wurde nach und nach klarer, was man im Deutschen mit „Gefühlen“ meint (sprachlich angepasst) (1):

Gefühle sind die Besonderheiten des Menschen, von Eindrücken, Beobachtungen und Vorstellungen berührt zu werden – zum Beispiel können sie Lust erzeugen oder auch Traurigkeit.

Das könnte man auch heute noch so sagen. Inzwischen beschäftigen sich vor allen Dingen zwei Gruppen von Leuten mit Gefühlen: Künstler und Wissenschaftler. Künstler wollen Gefühle zeigen und an uns „rüberbringen“, Wissenschaftler wollen sie erklären.

Wer erklärt Gefühle?

Manche Wissenschaften sind sehr alt, zum Beispiel die Philosophie. Sie will uns erklären, was mit uns Menschen los ist – nicht nur bei Gefühlen. Dazu kommt noch die Psychologie, das ist eine Wissenschaft, die sich mit allem beschäftigt, was wir fühlen und wer wir sind.

Neu ist, dass wir uns mit dem Gehirn selbst beschäftigen. Seither wissen wir, dass die Gefühle dort sozusagen „geprüft“ werden, bevor etwas damit passiert. Und seit wir mehr über das Gehirn wissen, haben wir auch erfahren, dass es eine „Körperchemie“ gibt. Und die kann unsere Gefühle so beeinflussen, dass wir uns besser fühlen.

Es gibt noch mehr Leute, die uns sagen wollen, was Gefühle sind. Aber am Ende bleibt uns nichts anderes übrig, als selber herauszufinden, was wir Fühlen und was Gefühle „mit uns machen“. Denn die Art, wie wir leben, ändert sich und unsere Vorstellungen verändern sich auch – nicht nur die von jungen Menschen, sondern bis ins Alter.

Ergänzung in sehr einfachem Deutsch für Kinder, Jugendliche und Menschen, die nur kurze Texte lesen wollen - Ergänzung zu Teil 3 aus Kapitel 1 der Online-Reihe "Fühlen ist ein seltsames Gefühl".
(1) Nach Meyers Lexikon, aber an einfache Sprache angepasst.
Dieser Text wurde in einfachem Deutsch geschrieben. Eine ausführliche Version für Lehrende und Lernende liegt ebenfalls vor.