Die lüsternen Triebe unserer Vorfahren

Dies ist eine Ergänzung zu SEHPFERDs Recherchen zu Flagellanten im Vereinigten Königreich. Alles beruht auf historischen Dokumenten.
Dieser Text wurde 1898 veröffentlicht. Er hieß „Flagellation in France“ und wurde von Charles Carrington herausgegeben. Es geht dabei um die Flagellation und diskutiert pseudo-wissenschaftlich die Manie mancher Briten, Freude an der Flagellation zu haben – aktiv wie passiv.
Wir hegen eine ganz eigene Vorstellung, nämlich die, dass uns lüsterne Triebe von unseren Vorfahren vererbt werden. War einer unserer Ahnen ein Peitschenschwinger im aktiven Sinne, der am Pfeifen einer biegsamen Birkenrute seine Freude hatte, so lieben auch wir es, ein Rutenbündel vor dem schönen, halb lachenden, halb weinenden Gesicht einer durchaus nicht abgeneigten holden Maid, Gattin, Gefährtin oder treuen Freundin zu schwingen; pflegte hingegen unser Urgroßvater, einen seidenen Beutel hervorzuholen und dessen Ringe zu verschieben, um ein paar Guineen zu überreichen, ehe er auf den „Berkeley-Bock“ geschnallt wurde, so tun wir – seine entarteten Nachkommen – es ihm gleich.
Inzwischen – gut 125 Jahre später, besteht seitens mancher Gentlemen immer noch der Wunsch, die Krawatte abzulegen, das Gesäß zu präsentieren und sich gepflegt und durchaus schmerzhaft züchtigen zu lassen. Auch der Wunsch, den Ladies beim gegenseitigen Züchtigen zuzusehen, ist nach wie vor verbreitet – vom Rest schweigen wir lieber.
Ich hoffe, ihr habt den Text mit Humor genossen. Da tauchte es also wieder auf, das Berkley-Horse. Inzwischen ist das Vergnügen auch nicht mehr für eine „paar Guineen“ zu haben. Nehmen wir an, „ein paar Guineen“ wären etwa drei bis fünf Pfund Sterling, dann wären es (nach heutiger Währung) zwischen 300 und 500 GBP.
Zitat aus: „Flagellation in France“ , 1898, nach einem restaurierten Buch zitiert.
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