Skip to content

Gefühle und Philosophie für Schüler

Wenn Menschen sogenannte „Grundsatzfragen“ beantworten wollen, können sie die Philosophie verwenden. Sie versuchen zum Beispiel, unser Dasein (unsere Existenz) zu begreifen und die Bedeutung zu ergründen. Weil es mehrere Möglichkeiten gibt, das zu tun, ist die Philosophie nur eine Art, nach dem „Sinn des Lebens“ zu fragen. Gefühle sind dabei eher nebensächlich, weil sie zu alltäglich sind. Deswegen haben Philosophen nur wenig zur Erklärung der Gefühlswelt beigetragen.

Philosophie und Gefühle

Im Grunde eignet sich die Philosophie am besten dazu, Meinungen und Erfahrungen miteinander zu vergleichen – das ist eine Art „Denksport“. Er trainiert also das Gehirn und schärft die Sinne. Mit allem, was bei Gefühlen in uns abläuft, beschäftigt sich die Philosophie kaum. Sie versucht aber, eines unserer Gefühle zu verstehen. Es heißt „Mitgefühl“ oder auch Empathie. Wir benötigen dieses Mitgefühl, um uns in andere Personen „einzufühlen“. Weil das überall bekannt ist, sind Philosophen auch an Ethik interessiert.

Philosophische Texte sind oft schwer zu lesen, weil sie in einer „Gelehrtensprache“ verfasst werden, die kaum jemand versteht. Deshalb mussten wir auch in diesem Text ziemlich viel vereinfachen.

Ergänzung in sehr einfachem Deutsch für Kinder, Jugendliche und Menschen, die nur kurze Texte lesen wollen - Ergänzung zu Kapitel 2 der Online-Reihe "Fühlen ist ein seltsames Gefühl".
Dieser Text wurde in einfachem Deutsch geschrieben. Eine ausführliche Version für Lehrende und Lernende liegt ebenfalls vor.

Was alles als „Gefühle“ gilt – sind es welche?

Was sind denn nun eigentlich Gefühle? Gilt das Wort „Affekte“ für sie? Oder sind sie „Emotionen“, wie die Wissenschaftler sagen? Diese Aufstellung dient dazu, nachzuschlagen, was eigentlich gemeint ist.

Mit diesem Artikel snd wir nach "Realfeelingspro"umgezogen. Bitte folge uns dahin.

Gefühle – analog oder digital?

Wahrscheinlich habt ihr euch schon gewundert, warum ich hier von „analogen“ Gefühlen einerseits und von „digitalen“ Gefühlen andererseits spreche.

Um es kurz zu beschreiben sind:

„Analoge“ Gefühle sind alle Eindrücke, die wir als Gefühle empfinden können, die wir aber (noch) nicht beschreiben können.

Wenn wir diesem Eindruck einen Ausdruck geben wollen, haben Menschen wir mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist, sie zu beschreiben. Wenn wir das tun, dann setzen wir sie in Zeichen, in diesem Fall in Worte. Das nennt man dann „digital“.

Gefühle analog zu digital umsetzen im Alltag

Die Umsetzung von analogen Gefühlen in Worte ist ausgesprochen schwer. Das betrifft unter den Erwachsenen vor allem Schriftsteller, Patienten der Ärzte sowie Klienten der Psychologen und Berater. Besonders schwierig wird es, wenn das Thema „Gefühle“ oder ein Bereich solcher Gefühle an die eigenen oder an soziale Grenzen stößt.

Einfache Unterschiede im Gespräch

Übrigens wird „analog“ oft falsch erklärt. Man kann einen rein „analogen“ Prozess als „stufenlos“ beschreiben. Das bedeutet aber auch, dass alles immer im Fluss ist – so wie die Gefühle. Deshalb versuchen wir, sie zu digitalisieren. „Ich sag dir, welche Gefühle mich jetzt bewegen“ ist digital. „Ich fühle etwas für dich“ ist analog.

Theorie in der Kommunikation

In der Kommunikation sagt man oft, dass wir „nonverbal“ kommunizieren – das ist analog, weil wir dann eine nicht genau beschreibbare Sprache aus Gestik und Mimik verwenden. „Verbale“ Kommunikation heißt im Gegensatz dazu: Kommunikation durch Worte und Sätze.

Für die Schlaumeier unter euch habe ich noch ein Beispiel hinzugefügt, das ihr auch in der Schule verwenden könnt.

"Gefühle – analog oder digital?" vollständig lesen

Das Wort „Gefühle“ – seit wann gibt es das?

Das Wort Gefühl, das wir heute alle kennen, hat eine relative kurze Geschichte. Wenn ein Mensch ziemlich „am Boden zerstört“ war, sagte man früher auch „er hat seine Gefühle verloren“ oder „er hat das Gefühl verloren“. Ähnlich wurde es auch für „ganz wilde Triebe“ gebraucht, die aus der menschlichen Natur kommen. Sie sind plötzlich da und sie spielen in der Liebe eine große Rolle.

In einem Lexikon, das um 1900 erschien, wurde nach und nach klarer, was man im Deutschen mit „Gefühlen“ meint (sprachlich angepasst) (1):

Gefühle sind die Besonderheiten des Menschen, von Eindrücken, Beobachtungen und Vorstellungen berührt zu werden – zum Beispiel können sie Lust erzeugen oder auch Traurigkeit.

Das könnte man auch heute noch so sagen. Inzwischen beschäftigen sich vor allen Dingen zwei Gruppen von Leuten mit Gefühlen: Künstler und Wissenschaftler. Künstler wollen Gefühle zeigen und an uns „rüberbringen“, Wissenschaftler wollen sie erklären.

Wer erklärt Gefühle?

Manche Wissenschaften sind sehr alt, zum Beispiel die Philosophie. Sie will uns erklären, was mit uns Menschen los ist – nicht nur bei Gefühlen. Dazu kommt noch die Psychologie, das ist eine Wissenschaft, die sich mit allem beschäftigt, was wir fühlen und wer wir sind.

Neu ist, dass wir uns mit dem Gehirn selbst beschäftigen. Seither wissen wir, dass die Gefühle dort sozusagen „geprüft“ werden, bevor etwas damit passiert. Und seit wir mehr über das Gehirn wissen, haben wir auch erfahren, dass es eine „Körperchemie“ gibt. Und die kann unsere Gefühle so beeinflussen, dass wir uns besser fühlen.

Es gibt noch mehr Leute, die uns sagen wollen, was Gefühle sind. Aber am Ende bleibt uns nichts anderes übrig, als selber herauszufinden, was wir Fühlen und was Gefühle „mit uns machen“. Denn die Art, wie wir leben, ändert sich und unsere Vorstellungen verändern sich auch – nicht nur die von jungen Menschen, sondern bis ins Alter.

Ergänzung in sehr einfachem Deutsch für Kinder, Jugendliche und Menschen, die nur kurze Texte lesen wollen - Ergänzung zu Teil 3 aus Kapitel 1 der Online-Reihe "Fühlen ist ein seltsames Gefühl".
(1) Nach Meyers Lexikon, aber an einfache Sprache angepasst.
Dieser Text wurde in einfachem Deutsch geschrieben. Eine ausführliche Version für Lehrende und Lernende liegt ebenfalls vor.