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Der süße Schmerz und die liebenden Paare

Paar beim Rollenspiel
Manche Männer glauben, tätowierte Frauen würden auch Schmerzen lieben. Nun gehören aber nicht alle tätowierten Frauen zur Goth-Scene, und auch dort wird über Schmerzlüste höchst unterschiedlich gedacht.

Auch brave Paare haben Lust am Schmerz

Auch, wenn ihr ein ganz braves Paar sei, habt ihr wahrscheinlich davon gehört, dass es manche Spielchen mit "Aua" gibt, die Lust oder Verlangen erzeugen - jedenfalls in der Fantasie. Ob Bücher, Frauenzeitschriften oder Videos - es gibt überall Anregungen und Vorbilder. Viele Frauen und Männer sehnen sich sowieso heimlich danach, einmal das zu tun, was man eigentlich nicht tut - Lust im Schmerz zu finden.

Frauen und Männer - Unterschiede bei der Schmerzlust

Wer von euch den Schmerz braucht, der braucht ihn. Und wer was wirklich will, der findet auch einen Zugang dazu. Frauen wie Männer. Da gibt es allerdings ein paar Unterschiede, die für dich wichtig sind.

Normalerweise entwickeln Männer mehr Fantasien darüber, der Geliebten lustvolle Schmerzen zuzufügen – das bedeutet aber nicht, dass sie es wirklich tun. Und obwohl fast ebenso viele Frauen drüber fantasieren, in irgendeiner Weise „diszipliniert“ zu werden, lehnen sie dies in der Alltagsrealität ab.

Nicht immer geht es um lustvolle Schläge

„Bestraft“ oder “diszipliniert“ zu werden heißt nicht immer, Schläge zu erfahren – auch „Entwürdigungen“ oder „Herabwürdigungen“ gehören dazu. Mir ist bewusst, dass viele Menschen gar nicht verstehen, wie eine Frau oder ein Mann sich so etwas wünschen kann. Wer es will, der weiß es, und wer es nicht will, den geht es nichts an.

Das Rollenspiel als sinnliche Flucht vom Alltag

Meistens wählen Paare dazu die Form des Rollenspiels. Das heißt, sie nehmen bewusst eine Rolle an, die ihnen gefällt - und sie halten sie während es gesamten Spiels durch. Bei solchen Spielen gibt s eine Art „Ausstieg“ – man sagt ein „Sicherheitswort“ und beendet damit das Spiel. Das ist unter anderem auch deshalb nötig, weil manche Frauen und Männer die dominante Rolle zu sehr verinnerlichen.

Eine andere Person im selben Körper

Das ist ungefähr so: Die Person „A“ ist eine liebevolle, treu sorgende Person mit viel Einfühlungsvermögen. Während des Rollenspiels vergisst sie jedoch die Fürsorge, weil sie sich ganz auf die Rolle (zum Beispiel „strenge Erzieherin“) konzentriert. Jeder Schauspieler weiß um solche Momente – sein Beruf erfordert, damit leben zu können, das zu spielen, was er nicht „ist“.

Wenn eine liebende Person sich mit dem Partner oder der Partnerin auf ein Spiel einlässt, dann wollen sie das „Spiel“ auch innerlich intensiv erleben. Um dies auch wirklich zu erreichen, sind glaubwürdige Spieler(innen) Voraussetzung – und dazu gehört, für einige Zeit „eine ganz andere“ Person zu sein.

Die Person „B“ erwartet sogar, dass „A“ seine/ihre Rolle konsequent spielt – sonst zerfließt die Illusion schnell.

Die Attraktion des Schmerzes oder der Abwertung besteht darin, für den Moment komplett darin aufzugehen. Deshalb treffen Paare Arrangements: „Nur während dieser Zeit“, nur, „wenn ich die entsprechende Kleidung für die Rolle trage“ oder „Nur wenn die Kulissen stimmen“. Das ist nicht nur ein Element des Spiels, sondern auch die Erinnerung daran, dass es eben nicht die Realität bist, in die man sich „hineinspielt“.

Wie viele Frauen und Männer fantasieren über lustvolle Machtspiele?

Welche geheimen Fantasien haben Frauen (F) und Männer (M)? Hier ist eine kurze Zusammenstellung aus einer wissenschaftlichen Quelle (1):

Die Freude daran, zu dominieren oder dominiert zu werden.

(Dominiert werden: F 64 %, M 43 %)
(Dominieren: F 46 %, M 60 %)

Die Lust, jemanden zu fesseln oder gefesselt zu werden.

(Gefesselt werden: F 52 %, M 46 %)
(Fesseln: F 41 %, M 48 %)

Die Lust, von jemandem geschlagen zu werden oder jemanden zu schlagen.

(Geschlagen zu werden: F 36 %, M 29 %)
(Schlagen: F 24 %, M 44 %)

Zu beachten ist, dass sich alle Zahlen nicht auf die Realität der Paare oder Einzelpersonen beziehen. Auch wenn die Zahlen darauf hindeuten, werden nur wenige Szenen tatsächlich „gespielt“. Die Gründe können wir gerne ein andermal erläutern.

Die Spiele mit Lust und Schmerz im Liebesalltag

In der Praxis bestehen die meisten Rollenspiele aus dem Gefälle zwischen der dominanten und der unterwürfigen Person. Sie zeigt sich äußerlich in der Kleidung, dem Umgangston, der „Bühne“ und den Elementen schlagen, fesseln, beleidigen, besudeln und ähnlich. Die Grenzen werden meistens zuvor relativ genau festgelegt, doch kann es auch zu spontanen Varianten kommen.

Was sehr selten gesagt wird: Je besser die dominante Person ihre Rolle spielt, umso „realistischer“ wird das Spiel empfunden.

Wollt ihr mehr über Rollenspiele wissen? Über Sünder(innen), die bewusst solche Rollen annehmen, um lustvoll zu leiden?

Es gibt übrigens durchaus neue Varianten des erotischen Spiels – es muss nicht mehr unbedingt um die „Klassiker“ gehen. Es mag ja noch ein paar von euch geben, die von der strengen Tante oder dem unerbittlichen Ehemann träumen, der die Sünderin mit dem Hosengürtel abstraft.

Höre ich da ein Seufzen? Dann seid ihr vielleicht doch „alte Schule“? Oder seid ihr empört über das Thema?

Herkunft der Zahlen (Irrtum vorbehalten) aus der bislang verlässlichsten Studie über "geheime Wünsche" - "What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy?" von Christian C. Joyal, PhD, Amélie Cossette, BSc, and Vanessa Lapierre, BSc, Department of Psychology, Université du Québec à Trois-Rivières, Trois-Rivières, Québec, Canada.

Lustsünden: der Achselhaarfetisch

In der Zeichnung fehlt noch etwas ... vor allem der Duft
Eigentlich ist es kein Fetisch, sondern eine besondere Vorliebe. Manche Männer und sogar einiger Frauen werden total erregt, wenn sie den Duft von Achselhaaren wittern. Ob es dabei um Pheromone geht, mag umstritten sein. Die meisten Männer werden offenbar besonders dann von diesem Duft erregt, wenn die Achseln bei Bewegungen freigelegt werden. Dies soll insbesondere dann der Fall sein, wenn sich dunkle Achselhaare auf heller Haut kräuseln. Das Animalische ist in der Vorstellung vieler Menschen eben auch mit Haaren verbunden, die den Duft bekanntlich halten.

Dies las ich gerade:

Wenn mein Mann meine Achselhöhlen küsst, schmeckt er nicht nur Salz – er schmeckt mich. Er inhaliert den Duft und er wird wild davon. Es ist eine chemische Reaktion, die nicht an Gedanken gebunden ist und die einfach das reine, rohe Verlangen auslöst.

Was ist dran?

Die Auslöser für sexuelle Gelüste sind einfach vorhanden, und unsere Sensoren nehmen sie auf, sobald sie intensiv wahrgenommen werden. Im Allgemeinen müssen die Reize für Augen, Ohren, Nasen und Berührungen aus der Nähe kommen. Falls nicht, reicht es manchmal auch, ein Gedankenmuster freizulegen, das von anderen, nicht so starken Eindrücken ausgeht.

Ob die Botschaften, die von ihnen ausgehen, „angenommen“ werden, hängt allerdings vor allem davon ab, ob sie die entscheidende Schranke passieren: Das Gehirn muss sich „durchlassen“. Dabei gibt es bekanntlich eine Menge Hürden – körperliche, soziale und letztendlich auch ethische.

Manche Männer lechzen nach der verborgenen Haarpracht - andere laufen davon

Nicht alle Männer mögen, wenn Frauen am Körper behaart sind, obwohl die Natur sie mit Fellresten ausgestattet hat. Wenn sie sichtbar werden, sieht ein Teil darin das Animalische, ein anderer Teil rügt das ästhetische Empfinden.

Wollust durch Haare?

Die Damen selbst sehen sich ungern als Objekt der männlichen Wollust. Sie vermeiden daher, das Animalische hervorzuheben – schließlich soll ihr Liebhaber sie im psychologischen Sinn „als Person“ wahrnehmen.

Die letzte Frage zum Thema geht an dich

Und doch bleibt die Frage: Ist eine nackte Achsel (und sicherlich auch ein rasierter Schambereich) anregender oder einer mit gepflegter Behaarung?

Zitat: Unser Autor schwört, das Zitat auf einer Webseite für christliche Ehepaare gelesen zu haben.
Bild: Achselhaare wirken auch optisch. Original: Liebesverlag.de